Über ihn selbst

Seine Körpergröße entspricht genau der durchschnittlichen aller Deutschen (im Jahr 2015), während sein Gewicht um 7,5 kg darüber liegt, weswegen er – mit Ausnahme der 80iger Jahre, in denen er eine ranke & schlanke Erscheinung darbot, – ständig darum bemüht sein muss, einen äußerlich erkennbaren Bauchansatz zu vermeiden.

Er hat ein ovales bis rundes, zumeist blasses Gesicht, das, trotzdem er seinen Mitmenschen fast immer in einer Grundstimmung der Freundlichkeit gegenüber tritt, von diesen oft als distanziert & abweisend wahrgenommen wird. Seine Durchblutung ist  gut, sodass seine Hände zumeist angenehm warm sind. Er hat keine Anlage zum Schweiß.

Auf dem Haupt spielt seine Haar, wenn ein Licht darauf scheint, zum Kastanienbraun; ansonsten zum Schwarzen hin, seit einigen Jahren ist es  zunehmend mit grauen Strähnen durchwirkt. Am Leib ist er fast gar nicht behaart.

Er war bis in sein 67. Jahr kerngesund; nie im Krankenhaus & äußerst selten & dann nur wegen Kleinigkeiten beim Arzt.

Er liebt deftige, bodenständige Mahlzeiten ebenso sehr wie die haute Cuisine & hat von beidem in seinem Leben im guten Maße genossen. Ein gepflegtes Bier, das leider in deutschen Gasthäusern zunehmend rarer wird, schätzt er ebenso sehr wie den edlen Wein. Ein wenig hält er sich darauf zu gute, Zeit seines Lebens niemals den Rausch gehabt zu haben; weder vom Alkohol noch von anderen Rauschmitteln, die er erst gar nicht probiert hat.

Sein nächtlicher Schlaf ist ununterbrochen, weil er spät zu Bette geht; leider aber die Abende viel zu häufig mit lässlicher Fernsehunterhaltung vertut.

Schon seit seinem Knaben Alter führt er eine sitzende Lebensart und macht sich wenig Bewegung.

Sein Hang zur Gesellschaft ist schwächer als derjenige, welcher ihn zum einsamen Nachdenken und zur Lektüre treibt. Als Junge – & auch späterhin, wenn er sich mit den Seinen alleine wusste – war er gern munter; gar ausgelassen & übermütig. Befindet er sich aber in einer Gesellschaft, so ist er eher scheu & zurückhaltend. Wiewohl seine Lebens-Grundstimmung – mit Ausnahme einiger Perioden in der Pubertät & der späteren Studentenzeit, in denen er für seine Mitwelt wohl recht anstrengend gewesen sein muss  – heiter & unbeschwert ist, darf er sich nicht für einen guten Gesellschafter halten.

Er gerät zwar leicht in Hitze, sein Zorn ist aufbrausend, geht aber schnell vorüber. Im Ganzen darf er sich für einen verträglichen Zeitgenossen halten.

Man wird ihn nie weder ausschweifend fröhlich, noch traurig sehen. Tatsächlich empfindet er Freude wie Schmerz gleichermaßen durch den Filter vernunftgemäßer Dämpfung.

Das Lachen verändert häufiger seine Miene, als es seine innern Theile erschüttert.

Sein größtes Glück ist die innige Gemeinschaft mit seiner Frau, die –  da sie ihn im Sommer des Jahres 1966 durch die Tür einer Eisdiele der Stadt, in der sie gemeinsam zu verschiedenen Schulen gingen, hereintreten sah – ihn augenblicklich in ihr Herz schloss & ohnangefochten für ein ganzes Leben lang seine treue Begleiterin blieb.